Rotarier ermöglichen Begegnungsprojekt mit Geflüchteten

Projekt „Essener Begegnungen“ der Rotarier und des Caritasverbandes will konkrete Begegnungen zwischen Essener Bürger/Innen und Geflüchteten schaffen. Oberbürgermeister Thomas Kufen ist Schirmherr des Projektes.

Ankommen in der neuen Heimat, sich integrieren – das gemeinsame interkulturelle Projekt „Essener Begegnungen“ der Rotarier und des Caritasverbandes für die Stadt Essen e.V. möchte Bürgerinnen und Bürger mit Geflüchteten zusammenbringen, um konkrete Begegnungen zwischen ihnen zu schaffen und so die Integration fördern.

Das Konzept der „Begegnungen“ entstand als gemeinsame Idee im Rahmen der bereits mehrjährigen Unterstützung der Essener Caritas durch die Rotary Clubs Essen im Bereich der Flüchtlingshilfe. „Grundgedanke der Rotarier sind Toleranz und Respekt sowie die Unterstützung von Menschen, die diese benötigen“, erläutert Dr. Ludger Dohm, Präsident des Rotary Clubs Essen-Süd. „Die Essener Rotary Clubs stehen in dieser langen Tradition der Förderung und Unterstützung, daher ist es für uns naheliegend, den Geflüchteten in Essen zu helfen.“ Die Essener Clubs spendeten allein im Zeitraum von 2014 bis 2017 rund 80.000 € an die Caritas-Flüchtlingshilfe e.V. und den Caritasverband für die Stadt Essen e.V. Die Summe wird zur Finanzierung verschiedener Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zur Sprach- und Lernförderung sowie für Beratungsangebote verwendet. Darunter Sprachkurse, ein Erzählcafé, Beratungen und Informationsveranstaltungen beispielsweise zu den Themen „Wohnen“ oder „Schule / Ausbildung“ im Begegnungszentrum in der Elisenstraße sowie verschiedene Koch- und Backangebote, Ausflüge, Sportangebote und Feste in den Übergangswohnheimen des Caritasverbandes.

Neu bei diesen Angeboten ist nun das Projekt der „Essener Begegnungen“, bei dem Bürgerinnen und Bürger einer Flüchtlingsfamilie oder einzelnen Person bei einem zunächst einmaligen Treffen ihre Stadt zeigen oder gemeinsam beispielsweise die Gruga, eine Schlittschuhbahn oder ein Café besuchen. „Ich freue mich, dass wir durch das Geld der Rotary Clubs verschiedene Angebote ins Leben rufen konnten, die der Integration der Geflüchteten dienen und insbesondere Kinder und Jugendliche unterstützen. Mit den ‚Essener Begegnungen‘ haben wir nun ein Projekt entwickelt, das die Bürgerinnen und Bürger einlädt, sich direkt einzubringen und selbst unkompliziert Kontakt zu Geflüchteten aufzunehmen“, so Caritasdirektor Dr. Björn Enno Hermans. „Mit Oberbürgermeister Thomas Kufen als Schirmherr haben wir außerdem einen wichtigen Unterstützer für das Projekt gewonnen.“

Schon jetzt gibt es über 50 interessierte Geflüchtete und Flüchtlingsfamilien, mit jeweils mehreren Kindern. Sie stammen überwiegend aus Syrien und leben in Übergangswohnheimen oder zu einem großen Teil in Wohnungen, in denen sie vom Caritasverband betreut werden. Gesucht werden nun Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, eine Flüchtlingsfamilie oder eine Einzelperson zu treffen. Für die einzelnen Begegnungen werden darüber hinaus, zusätzlich zu der Projektfinanzierung durch die Rotarier, Unterstützer aus der Essener Unternehmerschaft, gesucht, die z.B. Eintrittskarten spenden oder Aktivitäten ermöglichen.

Die „Essener Begegnungen“ sollen zunächst an einem Samstag im Monat stattfinden, der geplante Start ist der 25. März 2017. Treffpunkt und Koordinierungsstelle für die „Essener Begegnungen“ ist der Service Point „Koordination Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ in der Essener Innenstadt, an den sich Interessierte wenden können:

Service Point „Koordination Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“
Kopstadtplatz 12 (Eingang Rottstraße), 45127 Essen
Tel: 0201-584963-0
koordination.ehrenamt@caritas-e.de
koordination.ehrenamt@diakoniewerk-essen.de
Öffnungszeiten: Mo 14-20 Uhr, Di-Fr. 10-16 Uhr

Auf der Webseite www.essener-begegnungen.de finden sich darüber hinaus alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten. Die Einteilung und Zuordnung zwischen den Personen und Familien findet dann über den Service Point statt.


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