Erster Tag der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Wie sicher ist die Arzneimitteltherapie in der Pflege? Welche Gefahren gibt es? Wo liegen Verbesserungsmöglichkeiten? Zu diesem Thema beraten und informieren die Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH und ihre Kooperationspartner beim ersten Tag der Arzneimitteltherapiesicherheit am 14. Dezember 2016 mit öffentlichen Vorträgen und stellen ihr neues innovatives Konzept „Projekt CariSave“ vor.

Essen, 8.12.2016 – Werden Tabletten für mehrere Tage im Voraus aus ihren Blister-Verpackungen genommen und in Wochenboxen einsortiert, so kann bereits nach 12 Stunden eine Wirkstoffverlust eintreten. Auch bei einer erforderlichen Teilung einer Tablette kann ein solcher Wirkstoffverlust eintreten, wenn diese nicht direkt nach der Teilung eingenommen wird. Wird ein Medikament wegen einer neuen Medikation des Arztes abgesetzt, ist eine eindeutige Identifizierung der einzelnen Tablette in der Wochenbox für den Patienten oder die Pflegkraft schwierig.

Das ambulante „Projekt CariSave“ der Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH sorgt mit dem AMTS-Regelkreis, dem mediTimer und einem spezialisierten Weiterbildungskonzept für eine professionelle und sichere Medikamentenversorgung in der Arzneimitteltherapie. Damit sollen ein höherer Therapieerfolg und eine Steigerung der Lebensqualität der Menschen erreicht werden. Der mediTimer ermöglicht es beispielsweise Medikamente in der Blisterverpackung aufzubewahren und die genaue Einnahmezeit mit einer farblichen Zuordnung, die dem Medikationsplan des Arztes entspricht, zu dokumentieren. Durch eine daraus erfolgende stärkere Kontrolle der Medikamenteneinnahme können Nebenwirkungen verhindert und Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Durch die Vermeidung von arzneimittelbedingten Problemen durch spezielle Versorgungskonzepte können deutschlandweit zwischen 0,82 und 1,30 Milliarden Euro eingespart werden.

Der AMTS-Standard der Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH umfasst neben dem Verabreichen der Arzneimittel zu den vorgegebenen Einnahmezeitpunkten auch die richtige Aufbewahrung – die darauf verzichtet, die Medikamente mehr als zwölf Stunden im Voraus aus der Verpackung zu nehmen, die Dokumentation, das Erkennen von arzneimittelbezogenen Problemen und Nebenwirkungen sowie die fachliche Rückmeldung an den therapieverantwortlichen, behandelnden Arzt. Die Medikamentenbeauftragen in den Sozialstationen erhalten zur Vermittlung der notwendigen Kompetenzen im Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit Schulungen und Weiterbildungen.

Erster Tag der Arzneimitteltherapiesicherheit

Am 14. Dezember 2016 findet der erste Tag der Arzneimitteltherapiesicherheit statt, um das Thema und die Herausforderungen öffentlich bekannt zu machen und einer Fachöffentlichkeit konkret vorzustellen. In der InfoBox können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zu diesem Thema informieren und zwei Vorträge zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit finden in der zweiten Etage statt.:

Programmablauf am 14. Dezember 2016

11 bis 17 Uhr: Allgemeine Beratung und Informationen zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit

InfoBox
Kopstadtplatz 13
45127 Essen

12 und 15 Uhr: Öffentliche Vorträge

Räume der Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH (2. Etage)
Kopstadtplatz 13
45127 Essen

12 Uhr: mediTimer – Das System mit Therapie-Charakter Alexander Burgwedel, Geschäftsführer der AMTS-System GmbH Arzneimitteltherapiesicherheit

15 Uhr: „Projekt cariSave“ – Ein Sicherheitskonzept aus Ihrer Region Marco Wittebrock, Geschäftsführer und Fachbereichsleiter ambulante Pflege der Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ab 17.30 Uhr können Fachbesucher an Vorträgen im Kardinal-Hengsbach-Haus teilnehmen und sich detailliert mit dem Thema Arzneimitteltherapiesicherheit befassen. Programm und Anmeldung unter: www.projekt-carisave.de

Weitere Informationen unter www.projekt-carisave.de


Caritasverband